über uns * Bergsteigen mit Marco * Eiger * Viertausender * Bilder von Touren * News * Wandern mit Marianne * Partner/Links * Stichworte * mail@marcobomio.ch * home

Eiger 3970 m

Eiger - ein Berg nicht nur für Bergsteiger (von Marco Bomio)

Gemütlich sitzen wir in der Gartenwirtschaft auf Alpiglen hinter einer währschaften Käseschnitte. Eigentlich heisst die Wirtschaft unter der Eigerwand Hotel des Alpes, aber kaum jemand kennt diesen Namen. Da ist Lydia schon eher ein Begriff, die immer gutgelaunte Wirtin, die seit 38 Jahren mit ihrem welschen Charme Einheimischen und Gästen aus aller Welt ihre weitherum beliebten Käseschnitten serviert.

Alpiglen ist das zweite von vier Alplägern der Bergschaft Wärgistal, die sich von Grindelwald bis hinauf zur Kleinen Scheidegg erstreckt. Und hier sollen einmal Reben gewachsen sein, wie uns die Sage von Ahasver berichtet! Reben, das heisst ihr Produkt, gibt es zwar im Restaurant auf Alpiglen, aber sonst gleicht die Gegend eher jenem Bild, das Ahasver bei seinem vorläufig letzten Besuch des Grindelwaldtales vorfand: ein kahler, vergletscherter Berg, der Eiger, ragt aus grünen Alpweiden steil in die Höhe.

Dieser Eiger, kein Viertausender - es fehlen ihm dreissig Meter zu diesem Prädikat - hat es aus verschiedenen Gründen zu einem der bekanntesten Gipfel der Alpen gebracht. Nicht nur die berüchtigte Nordwand hat dazu beigetragen. Der Eiger war von Anfang an ein ganz spezieller Berg. So war er mit Abstand der erste der Schweizer Hochalpen, welcher von den Menschen schon im 13. Jahrhundert einen Namen erhielt.

Auch die erste Besteigung vor genau 140 Jahren oder der Tunnel der Jungfraubahn durch den ganzen Berg mit den atemberaubenden Ausblicken durch die Fenster der Stationen Eigerwand und Eismeer trugen das ihre zum Weltruf des Eigers bei. Nichts hat der Eiger seither von seiner Anziehungskraft eingebüsst und längstens sind es nicht "nur" mehr Bergsteiger, welche dem Ruf des Berges folgen. Viele wollen die Eigernordwand einmal mit eigenen Augen sehen und lassen sich bequem mit der Wengernalpbahn auf die Kleine Scheidegg oder mit der Luftseil- oder der Gondelbahn auf den Männlichen bringen. Die wohl schönsten Blicke auf "die Wand" bieten sich denn auch vom leichten Wanderweg aus, welcher den Männlichen mit der Kleinen Scheidegg verbindet.

Wir - unterdessen fertig mit unserer Käseschnitte und bereits am "Kaffee Alpiglen" - wählten heute eine andere Route: den Eiger Trail. Von der Station Eigergletscher, das ist dort, wo der Tunnel der Jungfraubahn beginnt und sich die Polarhundezucht befindet, führt dieser Wanderweg buchstäblich am Wandfuss entlang hinunter nach Alpiglen. Weil man nicht umhin kommt, ab und zu stehen zu bleiben, um all die faszinierenden Details in der Eigernordwand genauer zu betrachten, dauert der Abstieg gute zwei Stunden. A propos Details: Wer sieht die Fenster der Station Eigerwand? Wo genau befindet sich der "Hinterstoisser Quergang" und wo die "Spinne"?

Wer Glück hat kann vielleicht einen Alpinisten im "Zweiten Eisfeld" erkennen.

Wem beim Hinaufstarren schwindlig werden sollte, gönnt seinen Augen einen Blick ins Tal oder erfreut sich an den zahlreichen Alpenpflanzen links und rechts des Weges.

Möchtest du den Eiger unter kundiger Führung eines Bergführers besteigen? Oder reizt es dich, den Eigertrail mit einem einheimischen Kenner zu begehen?

Mail to: Marco Bomio, Bergführer, 3818 Grindelwald

top

home

Die besten Bilder vom Eiger

(alle Fotos von Marco Bomio)

home
über uns * Bergsteigen mit Marco * Eiger * Viertausender * Bilder von Touren * News * Wandern mit Marianne * Partner/Links * Stichworte * mail@marcobomio.ch * home